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Über Conergy AG i.I.

Die wesentlichen Tochtergesellschaften der Conergy AG wurden an Investoren verkauft. Diese gehören nicht mehr zur Conergy AG.

Seit dem 3. Quartal 2013 gehören die globalen Conergy Vertriebs- und Servicegesellschaften zum US-amerikanischen Asset Manager Kawa Capital Management mit einem verwalteten Vermögen von über 500 Millionen US-Dollar. Durch die Partnerschaft von Conergy und Kawa entsteht ein global agierender Marktakteur mit einer einzigartigen Aufstellung: Conergys Expertise beim Bau und Betrieb von Solarkraftwerken wird um die Asset Management Erfahrung von Kawa ergänzt. So kann Conergy seinen Kunden Finanzierungslösungen anbieten und in den solaren Wachstums- und Netzparität-Märkten neue Geschäftsmodelle entwickeln.

Mehr Informationen zu den Conergy Vertriebs- und Serviceeinheiten finden Sie hier: www.conergy.de sowie www.conergy.com

Zudem hat der chinesische Hersteller Astronergy die Modulfabrik in Frankfurt (Oder) erworben und der Investor Nordwest Industrie Finance Group (NWI) ist beim Gestellproduzenten Mounting Systems in Rangsdorf eingestiegen.

Management der Conergy AG i.I.

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Investor Relations

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zur Conergy Aktie, den Konzernkennzahlen, Finanzberichten sowie der Hauptversammlung.

I. Insolvenzverfahren

Das Amtsgericht Hamburg hat am 01.10.2013 über das Vermögen der Conergy AG i.I. mit Sitz in Hamburg (Az.: 67a IN 243/13) sowie über das Vermögen der beiden produzierenden Tochtergesellschaften, namentlich der Conergy SolarModule GmbH & Co. KG i.I. mit Sitz in Frankfurt (Oder) (Az.: 67a IN 244/13) und der Mounting Systems GmbH i.I. mit Sitz in Rangsdorf (Az.: 67a IN 245/13), das Insolvenzverfahren als Hauptinsolvenzverfahren eröffnet, nachdem die drei Konzerngesellschaften am 05.07.2013 den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt hatten. Das Amtsgericht Hamburg ist das für alle Gesellschaften zuständige Insolvenzgericht gemäß § 3 Abs. 1 Satz 2 Insolvenzordnung. Zum Insolvenzverwalter aller Konzerngesellschaften wurde Rechtsanwalt Dr. Sven-Holger Undritz, White & Case Hamburg bestellt. Die Aufgabe des Insolvenzverwalters ist es, die Vermögen der Conergy AG i.I., der Conergy SolarModule GmbH & Co. KG i.I. sowie der Mounting Systems GmbH i.I. zu sichern und die Gläubiger soweit wie möglich zu befriedigen.

II. Beendigung des Konzernverbundes der Conergy-Gruppe

Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wurden wesentliche Teile der nicht insolventen inländischen und ausländischen Vertriebs- und Servicegesellschaften der Conergy AG i.I. in zwei Schritten im August und Oktober 2013 an den US-amerikanischen Finanzinvestor KAWA Capital Management Inc. mit Sitz in Miami (Florida) veräußert. Verkauft wurden neben den deutschen Gesellschaften, namentlich der Conergy Deutschland GmbH und der Conergy Services GmbH, auch die Vertriebs- und Servicegesellschaften in Singapur, Japan, Thailand, Australien, Italien, Großbritannien, Kanada und den USA. Diese Gesellschaften segeln nunmehr unter der Flagge der KAWA Solar Holding einer Gesellschaft der KAWA Capital Management Inc. KAWA hat allerdings nicht die Conergy AG i.I. übernommen und somit auch nicht deren Aktien. Die Conergy AG i.I. wird nunmehr abgewickelt und liquidiert. Zu den Folgen der Insolvenz der Conergy AG i.I. für die Aktien und Aktionäre verweisen wir insoweit auf den Abschnitt III. Im Zuge der Veräußerung der Vertriebs- und Servicegesellschaften wurde KAWA auch die Option eingeräumt, die Marke „Conergy“ mit zu erwerben. Diese Option kann bis Ende Januar 2015 gezogen werden, was bislang allerdings noch nicht geschehen ist. Vor diesem Hintergrund könnte eine Umfirmierung der Conergy AG i.I. erforderlich werden.


Die produzierenden Tochtergesellschaften waren nicht Bestandteil des Verkaufs an KAWA, sondern sind an andere Investoren verkauft worden. Die Conergy SolarModule GmbH & Co KG. i.I. ist im November 2013 im Wege eines Asset-Deals an Astronergy, eine Tochter des chinesischen Industriekonzerns CHINT verkauft worden und wird in Zukunft unter Astronergy Solarmodule GmbH firmieren. Die Mounting Systems GmbH i.I. ist im Dezember 2013 im Wege eines Asset-Deals an die deutsche Beteiligungsgesellschaft Nordwest Industrie Group mit Sitz in Frankfurt am Main verkauft worden. Mit der Veräußerung der Vertriebs- und Servicegesellschaften sowie der Produktionsstätten wurde die Konzernstruktur der Conergy-Gruppe endgültig aufgelöst. Es handelt sich nunmehr um voneinander rechtlich und wirtschaftlich unabhängige Gesellschaften mit jeweils eigenen Anteilseignern.

III. Aktien der Conergy AG i.I.

1. Widerruf der Börsennotierung


Die Aktien der Conergy AG i.I. sind nicht mehr an der Frankfurter Wertpapierbörse im Teilbereich des regulierten Marktes (General Standard) zugelassen. Der Widerruf der Zulassung wurde von dem Insolvenzverwalter und dem Vorstand der Conergy AG i.I. am 09.12.2013 nach § 39 Abs. 2 des Börsengesetzes in Verbindung mit § 46 der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse beantragt. Der Insolvenzverwalter ist nach allgemeinen Grundsätzen zur Erhaltung der Masse verpflichtet. Dies schließt Maßnahmen wie z.B. die Beantragung eines Delistings mit ein, da die Börsenzulassung ein die Masse kostenmäßig belastendes Dauerschuldverhältnis ist (vgl. VGH Kassel, Beschluss vom 26.04.2010 - 6 A 1648/07 = ZIP 2010/1507). Eine Zustimmung der Hauptversammlung zu diesem Schritt ist aufgrund des eröffneten Insolvenzverfahrens nicht erforderlich.


2. Delisting / Börsenabgang


Das Delisting, d.h. die dauerhafte Einstellung der Börsennotiz einer Aktiengesellschaft tritt in der Regel drei bis sechs Monate nach Genehmigung des Antrags auf Widerruf der Zulassung in Kraft. Dem Antrag auf Delisting wurde mit Bescheid vom 20.12.2013 (Az.: W2013/21, ISIN: DE000A1KRCK4) stattgegeben und der Antrag auf Delisting am 20.12.2013 auf der Hompage der Deutsche Börse AG veröffentlicht. Das Delisting trat am 20.06.2014 in Kraft. Nach Wirksamwerden des Delistings können die Aktien der Conergy AG i.I. nicht mehr börslich gehandelt werden.


3. Rechtsfolge des Delistings


Das Delisting hat ausschließlich Auswirkungen auf die Handelbarkeit einer Aktie, nicht hingegen auf den Bestand der Aktie und damit auf die Rechte der Aktionäre. Nach dem Delisting können die Aktien der Conergy AG i.I. nur noch außerbörslich gehandelt werden. Ein börslicher Handel ist hingegen nicht mehr möglich. Die Conergy AG i.I. befindet sich derzeit in der Abwicklung und Liquidation. Wann diese abgeschlossen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht endgültig absehbar. Mit Wirksamwerden der Liquidation, mithin der Löschung der Gesellschaft, gehen auch die Aktien mit unter und die Aktionäre verlieren ihre damit einhergehenden Rechte.


4. Schutz der Aktionäre


Nach der jüngsten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Beschluss des BGH vom 08.12.2013 Az.: II ZR 26/12) haben Aktionäre beim Delisting von Beteiligungspapieren im regulierenden Markt auf Veranlassung der Aktiengesellschaft keinen Anspruch auf Barabfindung. Das Delisting beeinträchtigt demnach die Substanz des Anteilseigentums in seinem mitgliedschaftlichen und vermögensrechtlichen Element nicht.


Eine Zahlung aus der Insolvenzmasse können die Aktionäre nur dann erwarten, wenn zuvor sämtliche Gesellschaftsgläubiger mit einer Quote von 100% befriedigt worden sind. Da das Insolvenzverfahren noch einige Zeit andauern wird, kann keine abschließende Antwort gegeben werden, ob diese Quote erreicht werden könnte. Nach erster Prognose dürfte die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Befriedigung aller Gesellschaftsgläubiger aber eher als unwahrscheinlich zu bewerten sei.

IV. Fortgang des Insolvenzverfahren

Über den Fortgang des Insolvenzverfahrens wird der Insolvenzverwalter Herr Rechtsanwalt Dr. Sven-Holger Undritz zu gegebener Zeit berichten.